"Kunst ist für mich ein liebend Künden vom Liebeswunder des Schöpfers um mich und in mir. Vom Schlafen zum Wachen geht mit den Augen über Schauen zum Sehen und sehen des Wunders ein herrlicher Weg in Formen und Farben.
Jede Arbeit wird so Zeuge der erbrachten Liebe, weil nur die Größe der Liebe mein Sein ist."
Hubert Tuttner
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Öl / Mischtechnik – Gemälde auf Span-Holz ca. 60 + 200
Dieses Gemälde kommt aus
der Serie „Bemale mich“
Es ist ein Spiel des gemeinnützigen Vereins „Kunst- und Malbewegung Ries“.
Bei diversen Veranstaltungen wird eine Span-Holztafel aufgestellt – Jung- und Junggebliebene werden zum Malen eingeladen. Mit großer Freude kommt bald ein farbenprächtiges Werk zustande. Dieses wird dann von christafratzl, Malerin aus Leidenschaft mit feinsten Qualitätsölfarben vollendet.
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so wie es ist, einzulassen, und weiß, was ich verwirklichen und erreichen will.

Anfangen ist leicht, beharren ist Kunst.
Weisheit aus Deutschland
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Wilhelm Busch: Kritik des Herzens
Früher, da ich unerfahren
Und bescheidner war als heute,
Hatten meine höchste Achtung
Andre Leute.
Später traf ich auf der Weide
Außer mir noch mehre Kälber,
Und nun schätz' ich, sozusagen,
Erst mich selber.

Man sitzt gesellig unter vielen
So innig nah auf Polsterstühlen,
Durch Reden bald und bald durch Lauschen
Die Seelen säuselnd auszutauschen.
Das Kolorit, die Pinselführung,
Die Farbentöne, die Gruppierung,
Dies Lüster, diese Harmonie,
Ein Meisterwerk der Phantasie.
Und wahrlich! Preis und Dank gebührt
Der Kunst, die diese Welt verziert.
Doch größern Ruhm wird der verdienen,
Der Farben kauft und malt mit ihnen.
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Eine Weihnachtsgeschichte

Der Roller und das Jesuskind
Die schönste Krippe von der Welt
ist in Überlingen aufgestellt.
Maria und Josef, Schafe und Rind
und mittendrin das Jesuskind.
Kurz nach dem zweiten Feiertag,
Da trifft den Pfarrer fast der Schlag:
wird kreidebleich vor Schreck:
Das kleine Jesuskind ist weg -
gestohlen ist es und geraubt
von bösen Menschen unerlaubt!"
Der Mesner, der ist ganz entsetzt,
weil stark die Heiligkeit verletzt.
Die beiden, die sind voller Bange:
Jetzt dauert es bestimmt nicht lange,
bis auch der Josef wird gestohlen
und Gangster die Maria holen.
Und sie beschließen, aufzupassen,
den Dieb auf frischer Tat zu fassen.
Der Pfarrer tut im Beichtstuhl sitzen,
die Brillengläser bei den Schlitzen,
der Mesner sich beim Altar verkroch,
schaut durch ein kleines Astguckloch.
Sie warten ganz mucksmäuschenstill,
und wie es Gottes Weisheit will,
öffnet sich sacht die Kirchenpfort.
Ein kleiner Bub erscheinet dort,
schiebt seinen Roller vor sich her,
das Jesuskind liegt hinten quer
über dem Schutzblech hängend nur
und festgemacht mit einer Schnur.
Der Pfarrer eilet flugs geschwind
zum Buben mit dem Jesuskind.
Was fällt dir ein?" hört man ihn fragen,
"wirst du mir gleich die Wahrheit sagen?"
... erwidert frei und unerschrocken:
"Was man verspricht, man halten soll!"
und dann sagt er fast andachtsvoll:
Ich habe schon vor ein paar Wochen
dem Jesuskind ganz fest versprochen:
Wenn es zu Weihnacht an mich denkt,
mir einen schönen Roller schenkt,
dann darf es einmal mit mir flitzen
und hinten auf dem Schutzblech sitzen.
Ich werde nicht vom Roller steigen,
dem Kindlein will ich alles zeigen,
dann kann es Abwechslung bekommen
vom Heugeruch und all dem Frommen
und Spaß und Freude gleich im Nu
und rote Backen noch dazu."
Seemannslieder zur Weihnachtszeit/Überlingen CD
Schöne Ernsthaftigkeit
Es ist Zeit, die Überzeugungen zu leben,
die seit langem unsere innere Weisheit waren.
Es ist Zeit, die Nacht zurückzufordern
und den Tag, das Jahr, das ganze Leben,
das wir aus der Hand gegeben haben,
mit seinem Lichtgewicht und seiner Dunkelgewalt.
Es ist Zeit, zu leben und uns nicht mehr leben zu lassen.
Es ist Zeit, die Hilflosigkeit zu verlassen,
die wir gezüchtet haben wie einen Garten,
indem alles klein bleiben soll.
Es ist Zeit, die Verwöhnung aufzugeben,
die uns hindert verantwortlich zu werden.
Es ist Zeit, uns in das Abenteuer des Wachsens zu stürzen.
Es ist Zeit, nicht mehr auf den Rat der Dümmlichen zu hören
und uns nicht länger schwächen zu lassen,
von denen, die die Wahrheit verachten
und Hoffnung, Glaube und Liebe billig machen
mit ihrem Zynismus und ihrer Bitterkeit.
Es ist besser, allein zu sein,
als mit denen, die die Heiligkeit der Welt,
schon lange nicht mehr sehen
und die ihr inneres Leben und die Welt
für einen kurzfristigen Gewinn verraten haben.
Es ist Zeit,
die Schönheit der Ernsthaftigkeit
wieder zu entdecken.
(aus Gedanken für eine neue Welt von Ulrich Schaffer)
